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TV-Premiere von "Lissabon, da will ich hin!"

Michael erkundet die portugiesische Hauptstadt zusammen mit Silvia Reis. Die quirlige Frau mit den orangefarbenen Haaren hat einen Traumjob und kennt dadurch ihre Stadt so gut wie kaum ein zweiter: Sie arbeitet als Location Scout bei einer Filmproduktionsfirma und bereitet Dreharbeiten vor: für grosse Kinoproduktionen mit John Malkovich oder Catherine Deneuve ebenso wie für internationale Werbespots. Zu Silvias Kunden zählen Unternehmen aus der ganzen Welt. Sie kommen nach Lissabon zum Drehen wegen des besonderen Lichts und wegen der vielen Sonnenstunden sogar in unserer kalten Jahreszeit, aber auch, weil die Stadt so viele Gesichter hat. Sie kann aussehen wie Lissabon mit dem berühmten "morbid-melancholischen Charme", aber auch wie Paris oder Rom, sogar wie ein Ort in Amerika oder in Asien. Wer einen Städtetrip in die portugiesische Metropole macht, will zwar auch Neues erfahren, aber ebenso die grossen Sehenswürdigkeiten erleben. Die grossen Plätze Rossio und Commercio zum Beispiel, das Castelo Sao Jorge, die Altstadt Alfama mit ihren verwinkelten Gassen, den weithin sichtbaren Fahrstuhl Santa Justa, der die Unterstadt mit der Oberstadt verbindet, die alten Strassenbahnen und die vielen Aussichtsplätze. Auch Michael will sich natürlich diesen Teil Lissabons nicht entgehen lassen. Er ist aber vor allem neugierig auf all das, was neu ist: Das interaktive Museum Lisboa Story Center, in dem Besucher die wahrhaft bewegte Lissabonner Geschichte nacherleben können. Die Aussichtsplattform auf dem Triumphbogen in der Rua Augusta mit weitem Blick über den Tejo. Den Mercado de Ribeira - die derzeit Zeit angesagteste Location in Lissabon. Kein Wunder: neben der traditionellen Markthalle haben rund 30 der besten Restaurants und Gourmettempel der Stadt kleine Stände eröffnet. Hier kann man an einem einzigen Ort Kreationen der besten Köche der Stadt und unzählige Spezialitäten entdecken. Ausser Silvia aus der Filmszene trifft Michael noch viele andere interessante Menschen. Manuel z. B., der den traditionsreichen Gesang Fado liebt, sich aber über dessen nur auf Kommerz ausgerichtete Vermarktung in den Touristenlokalen ärgert und darum eigene "echte" Fado-Touren anbieten will. Seine Tante Margerida, die sich beim Hilfsprojekt "Refood" engagiert. Es wurde nach der schweren Wirtschaftskrise in Portugal ins Leben gerufen, die auch viele Angehörige der Mittelschicht so schwer getroffen hat, dass sie ihre Familien nicht mehr durchbringen konnten. Die ehrenamtlichen Helfer wie Margerida sammeln in Restaurants ein, was die Gäste nicht verbraucht haben und liefern es bedürftigen Familien nach Hause. Thomas Fischer ist Deutscher, lebt aber schon über 30 Jahre in Lissabon. Er verrät Michael, was er an den Portugiesen so liebt und was sie uns Deutschen seiner Meinung nach alles voraushaben. Vanessa bringt unserem Moderator die Kunst der Azulejo-Malerei nahe, denn die kunstvoll gefertigten Fliesen sind in ganz Portugal immer noch allgegenwärtig. Vanessa hat durch die Wirtschaftskrise ihren Job in einer Marketing-Firma verloren. Nun hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht und gerade in der Altstadt ihr eigenes Azulejo-Studio eröffnet. Im Kontrast dazu steht die Street Art - grelle Graffiti-Bilder auf Hauswänden und futuristische Installationen - auch das ist ein Teil der Lissabonner Kulturszene, den Michael entdecken will.